Folge 50
| Von Sabina Altermatt um 00:03 | [ 10. Erste Verhaftung ] |
Im Kommissariat war ein Durchkommen beinahe unmöglich. Überall standen junge Leute in den Gängen, die Hände mit Kabelbinder zusammengezurrt, die Augen rot, die Gesichter verschmiert.
Die Verhörzimmer waren alle besetzt. Sie gingen in Gertruds Büro. Mancini postierte sich vor der Türe, obwohl Gertrud ihm zu verstehen gegeben hatte, dass das nicht nötig sei.
Marion Tobler gab zu, dass sie nach dem Tod ihrer Freundin ins Sozialzentrum gegangen war, um van der Meer zur Rede zu stellen. «Er wollte nicht zu dem Kind stehen. Das hat Andrea getroffen. Ich glaube, sie ist daran zerbrochen.»
«Also nichts mit Samenspender.»
«Nein.»
«Wieso haben Sie uns dann diese Geschichte aufgetischt?» wollte Gertrud wissen.
«Wenn ich Ihnen gesagt hätte, dass van der Meer Schuld an Andreas Tod ist, dann hätten Sie mich festgenommen.»
«Soweit sind wir nun auch.»
«Aber ich habe ihn nicht umgebracht, nur eins verpasst und Frau van der Meer über die Schwangerschaft informiert.»
«Da steht Aussage gegen Aussage.» Gertrud blickte zu Mancini, der verdrehte die Augen.
«Sie haben ein Motiv und kein Alibi. Das sieht nicht gut aus», meinte Gertrud.
«Hätten Sie für ein oder drei Uhr morgen ein Alibi?»
«Kommt drauf an.»
«Ich war's nicht.»
«Und wer dann?»
«Fragen Sie Frau van der Meer. Die ist beinahe grün geworden, als ich ihr erzählt habe, dass Andrea von ihrem Mann schwanger ist.»
«Das hatten wir schon.»
«War Andrea eigentlich ein paar Tage vor ihrem Tod anders als sonst?» fragte Mancini unvermittelt. Gertrud schaute ihn böse an. Musste der wieder dreinfunken?
«Sie war irgendwie gestresst. Vielleicht, weil van der Meer fand, sie solle abtreiben und gerade drei Monate vorbei waren. Und unser Verhältnis war auch ziemlich angespannt.»
«Verstehe. Und sonst?» fragte Mancini weiter.
«Mancini, könnten Sie uns bitte einen Kaffee holen?» fiel Gertrud dazwischen.
Er tat keinen Wank.
Marion Tobler dreht sich zu ihm um. «Sie hat da mal was von einer Frau erzählt. Einer Klientin. Sie wollte aber nicht sagen, worum es geht. Das muss sie ziemlich beschäftigt haben.»
«Sehr aufschlussreich», meinte Gertrud.
«Die hatte Probleme mit Sprechen, glaub ich.»
«Hören Sie Frau Tobler. Ich habe langsam genug von diesen Geschichten. Bitte Mancini, sehen Sie mal nach, ob wir noch eine freie Zelle haben. Frau Tobler bleibt vorläufig hier.»
Die Verhörzimmer waren alle besetzt. Sie gingen in Gertruds Büro. Mancini postierte sich vor der Türe, obwohl Gertrud ihm zu verstehen gegeben hatte, dass das nicht nötig sei.
Marion Tobler gab zu, dass sie nach dem Tod ihrer Freundin ins Sozialzentrum gegangen war, um van der Meer zur Rede zu stellen. «Er wollte nicht zu dem Kind stehen. Das hat Andrea getroffen. Ich glaube, sie ist daran zerbrochen.»
«Also nichts mit Samenspender.»
«Nein.»
«Wieso haben Sie uns dann diese Geschichte aufgetischt?» wollte Gertrud wissen.
«Wenn ich Ihnen gesagt hätte, dass van der Meer Schuld an Andreas Tod ist, dann hätten Sie mich festgenommen.»
«Soweit sind wir nun auch.»
«Aber ich habe ihn nicht umgebracht, nur eins verpasst und Frau van der Meer über die Schwangerschaft informiert.»
«Da steht Aussage gegen Aussage.» Gertrud blickte zu Mancini, der verdrehte die Augen.
«Sie haben ein Motiv und kein Alibi. Das sieht nicht gut aus», meinte Gertrud.
«Hätten Sie für ein oder drei Uhr morgen ein Alibi?»
«Kommt drauf an.»
«Ich war's nicht.»
«Und wer dann?»
«Fragen Sie Frau van der Meer. Die ist beinahe grün geworden, als ich ihr erzählt habe, dass Andrea von ihrem Mann schwanger ist.»
«Das hatten wir schon.»
«War Andrea eigentlich ein paar Tage vor ihrem Tod anders als sonst?» fragte Mancini unvermittelt. Gertrud schaute ihn böse an. Musste der wieder dreinfunken?
«Sie war irgendwie gestresst. Vielleicht, weil van der Meer fand, sie solle abtreiben und gerade drei Monate vorbei waren. Und unser Verhältnis war auch ziemlich angespannt.»
«Verstehe. Und sonst?» fragte Mancini weiter.
«Mancini, könnten Sie uns bitte einen Kaffee holen?» fiel Gertrud dazwischen.
Er tat keinen Wank.
Marion Tobler dreht sich zu ihm um. «Sie hat da mal was von einer Frau erzählt. Einer Klientin. Sie wollte aber nicht sagen, worum es geht. Das muss sie ziemlich beschäftigt haben.»
«Sehr aufschlussreich», meinte Gertrud.
«Die hatte Probleme mit Sprechen, glaub ich.»
«Hören Sie Frau Tobler. Ich habe langsam genug von diesen Geschichten. Bitte Mancini, sehen Sie mal nach, ob wir noch eine freie Zelle haben. Frau Tobler bleibt vorläufig hier.»
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