Folge 30
| Von Sabina Altermatt um 00:03 | [ 6. Neuer Verdacht ] |
Mancini setzte sie am Schaffhauserplatz ab. Den Rest ging Gertrud zu Fuss. Trotz Sommerzeit war es bereits dunkel. Sie ging den Hügel hinauf, den Vorgärten entlang und dachte an Frau van der Meer. War sie eine Mörderin? Oder gar eine Doppelmörderin? Mancinis Argumente hatten sie in keiner Weise überzeugt. Doch sie wusste wie es war, wenn der Mensch, dem man sich am nächsten fühlte, einem betrog. Sie hatte das auch schon erlebt. Wenn von einem Tag auf den anderen plötzlich alles anders war. Und dass man diesen Menschen am liebsten umbringen würde, das konnte sie nachvollziehen. Den Hals hätte sie Erich damals umdrehen können.
Wenn Frau van der Meer aber die Mörderin war, dann ging auch die Festplatte auf ihr Konto. Schliesslich machte es keinen Sinn, dass der Sozialzentrumsleiter die Daten vernichtete, als seine Frau bereits von seinem Verhältnis wusste. Doch wieso hätte sie das tun sollen? Und wieso gleich alle beide umbringen? Auch stand nicht fest, ob van der Meer der Vater des Kindes war und ob er überhaupt etwas mit Andrea hatte.
Gertrud bog in den Zanggerweg ein. Die Häuser warfen warmes Licht in die Nacht. Merkwürdig, auch ihr Haus. Sie ging hinein. Im Korridor roch es nach Tomatensauce. Auf dem Herd brodelten Teigwaren in einer Pfanne. Die Scheiben hatten sich beschlagen. Sie nahm den Topf vom Herd. Der Tisch war flüchtig gedeckt. Das konnte nur ihre Tochter sein.
Mit einem Wäschekorb kam sie sogleich aus dem Keller herauf, rief «high Mam», wie wenn nichts gewesen wäre und trug die Wäsche in ihr Zimmer.
Hatte Gertrud etwas nicht mitgekommen?
«Es gibt Penne mit Tomatensauce», sagte Mia und sauste an ihr vorbei zum Herd.
«Du, ich hab aber schon ...»
«Macht nichts. Leistest du mir Gesellschaft?» Mia schüttete das Wasser ab, gab die Penne in einen Teller und leerte die Sauce darüber. Gertrud zog den Mantel aus und setzte sich an den Tisch.
Erst, als sie Mia gegenübersass, merkte sie, dass etwas nicht stimmte. Ihre Tochter hatte ein blaues Auge.
Wenn Frau van der Meer aber die Mörderin war, dann ging auch die Festplatte auf ihr Konto. Schliesslich machte es keinen Sinn, dass der Sozialzentrumsleiter die Daten vernichtete, als seine Frau bereits von seinem Verhältnis wusste. Doch wieso hätte sie das tun sollen? Und wieso gleich alle beide umbringen? Auch stand nicht fest, ob van der Meer der Vater des Kindes war und ob er überhaupt etwas mit Andrea hatte.
Gertrud bog in den Zanggerweg ein. Die Häuser warfen warmes Licht in die Nacht. Merkwürdig, auch ihr Haus. Sie ging hinein. Im Korridor roch es nach Tomatensauce. Auf dem Herd brodelten Teigwaren in einer Pfanne. Die Scheiben hatten sich beschlagen. Sie nahm den Topf vom Herd. Der Tisch war flüchtig gedeckt. Das konnte nur ihre Tochter sein.
Mit einem Wäschekorb kam sie sogleich aus dem Keller herauf, rief «high Mam», wie wenn nichts gewesen wäre und trug die Wäsche in ihr Zimmer.
Hatte Gertrud etwas nicht mitgekommen?
«Es gibt Penne mit Tomatensauce», sagte Mia und sauste an ihr vorbei zum Herd.
«Du, ich hab aber schon ...»
«Macht nichts. Leistest du mir Gesellschaft?» Mia schüttete das Wasser ab, gab die Penne in einen Teller und leerte die Sauce darüber. Gertrud zog den Mantel aus und setzte sich an den Tisch.
Erst, als sie Mia gegenübersass, merkte sie, dass etwas nicht stimmte. Ihre Tochter hatte ein blaues Auge.
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