<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de"><title>Nervengift</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/"/><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://nervengift.kaywa.ch/atom/"/><updated>2006-05-18T08:04:48Z</updated><id>http://nervengift.kaywa.ch/</id><subtitle>Ein Z&#xFC;ri-Krimi &#x2013; laufend geschrieben, laufend gelesen, Tag f&#xFC;r Tag, zw&#xF6;lf Wochen lang, pr&#xE4;sentiert von Tages-Anzeiger Online.
</subtitle><generator>http://www.kaywa.com/?v=1.0</generator><rights>Copyright by KAYWA AG - Services for the mobile Internet</rights><entry><title>Nervengift als Buch</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/p89.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/p89.html</id><published>2006-05-18T08:04:48Z</published><updated>2006-05-18T08:04:48Z</updated><summary>
F&#xFC;r alle, die lieber auf dem Liegestuhl in der Sonne lesen, ist Nervengift Mitte Juni auch als Buch erh&#xE4;ltlich.
...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><img xmlns="" src="http://nervengift.kaywa.ch/files/images/2006/5/mob45_1148391986.jpg" align="left" style="margin: 15px 5px 0px 0px" alt="Nervengift" title="Nervengift"/><br xmlns=""/>
F&#xFC;r alle, die lieber auf dem Liegestuhl in der Sonne lesen, ist Nervengift Mitte Juni auch als Buch erh&#xE4;ltlich.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<a xmlns="" href="http://www.sabina-altermatt.ch/bestellen_nerv.html" target="_blank"><b>&gt;&gt; bestellen</b></a><br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/><img width="80" height="60" border="0" src="http://nervengift.kaywa.ch/files/images/2006/5/80/mob44_1147939641.jpg"/></div></content></entry><entry><title>Nervengift, Kapitel 12 - Sch&#xF6;ne Wahrheit</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/podcast/nervengift-kapitel-12-schoene-wahrheit.html"/><link rel="enclosure" href="http://nervengift.kaywa.ch/files/Nervengift_12.mp3" length="4053782" type="audio/mpeg"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/podcast/nervengift-kapitel-12-schoene-wahrheit.html</id><published>2006-05-17T00:03:04Z</published><updated>2006-05-17T00:03:04Z</updated><summary>Nervengift als H&#xF6;rbuch-Podcast. Gelesen von Oliver Mannel.

Podcast, Kapitel 12
Klicken Sie auf den Link, um die Folge...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Nervengift als H&#xF6;rbuch-Podcast. Gelesen von Oliver Mannel.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<a xmlns="" rel="enclosure" href="http://nervengift.kaywa.ch/files/Nervengift_12.mp3"><b>Podcast, Kapitel 12</b></a><br xmlns=""/>
Klicken Sie auf den Link, um die Folge abzuspielen oder auf das Symbol, um den Podcast in iTunes zu &#xF6;ffnen und zu abonnieren.</div></content></entry><entry><title>Folge 60 &#x2013; Schluss</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-60-schluss.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-60-schluss.html</id><published>2006-05-16T22:03:45Z</published><updated>2006-05-16T22:03:45Z</updated><summary>&#xAB;Das bedeutet, sie ist vor ihrem Tod hier in der Klinik gewesen. Hat sie sich als Probandin zur Verf&#xFC;gung gestellt?...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&#xAB;Das bedeutet, sie ist vor ihrem Tod hier in der Klinik gewesen. Hat sie sich als Probandin zur Verf&#xFC;gung gestellt? Wie Marita Klein?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich weiss nicht, wovon Sie sprechen&#xBB;, antwortete die &#xC4;rztin.<br xmlns=""/>
&#xAB;Diese Kimonos sind keine Massenware. Ausserdem haben wir Reste von Badesubstanzen auf dem Stoff gefunden. F&#xFC;r unser Labor wird es ein Leichtes sein festzustellen, dass sie mit den Bade&#xF6;len, die Sie hier verwenden, identisch sind.&#xBB;<br xmlns=""/>
Die &#xC4;rztin schaute sie b&#xF6;se an. &#xAB;Rumgeschn&#xFC;ffelt hat sie.&#xBB; Sie ging zum Behandlungstisch und nahm eine Spritze aus der Schublade.<br xmlns=""/>
&#xAB;Und deshalb haben Sie sie umgebracht?&#xBB;<br xmlns=""/>
Sie packte die Spritze aus und setzte eine Nadel auf. &#xAB;Sie hat die ganze Testreihe gef&#xE4;hrdet. Mit ihren Fragen und Bemerkungen. Hat behauptet, wir arbeiteten mit unlauteren Methoden. Tests unter solchen Bedingungen w&#xFC;rden keine Bewilligung vom Heilmittelinstitut erhalten.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Und, haben Sie eine?&#xBB;<br xmlns=""/>
Frau Sommerhalder schwieg. Sie nahm eine Injektionsflasche, durchstach den Gummistopfen mit der Nadel und zog die klare, farblose Fl&#xFC;ssigkeit auf.<br xmlns=""/>
&#xAB;Also nicht.&#xBB; Gertrud blieb vor der &#xC4;rztin stehen.<br xmlns=""/>
&#xAB;Wir sind kurz vor dem Durchbruch. Und das lass ich mir von einer Sozialarbeiterin nicht kaputt machen. Wissen Sie, was das heisst? Ein Medikament gegen Falten, das nicht nur drei bis vier Monate wirkt, sondern &#xFC;ber ein Jahr?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Dass die Augenlider l&#xE4;nger herunterh&#xE4;ngen. Und viel Geld. Auf Kosten von ...&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Die Leute machen freiwillig mit.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Weil sie dringend Geld brauchen.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ist das mein Problem?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie beuten Leute in einer Notlage aus.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie wollen es also auch nicht begreifen. Schade.&#xBB; Sie kam mit der Spritze in der Hand auf Gertrud zu. Diese wich Richtung T&#xFC;r zur&#xFC;ck.<br xmlns=""/>
&#xAB;Was haben Sie eigentlich vor?&#xBB; Gertrud verfluchte sich, dass sie ihre Pistole nie dabei hatte.<br xmlns=""/>
&#xAB;Keine Angst, Sie m&#xFC;ssen nicht in einer Badewanne ertrinken wie Frau Aebischer. Man wird Sie auch nicht in einem Kimono finden. Wenn Sie &#xFC;berhaupt wieder auftauchen sollten. Diesmal sind wir vorsichtiger. Das ist nur ein bisschen Botox. Das kennen Sie ja.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Wenn Sie meinen, dass das noch was bringt. Nur zu. Ausserdem werden meine Kollegen ...&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Nein, das werden sie nicht. Sie ermitteln auf eigene Faust, da bin ich mir sicher.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;T&#xE4;uschen Sie sich mal nicht.&#xBB; Gertrud fand, dass es nicht sehr &#xFC;berzeugend klang. Sie dachte an Mancini. Der war sicher wieder im Sozialzentrum bei seiner Sekret&#xE4;rin und suchte nach weiteren Beweisen. Sie hatte ihm nicht mal eine Nachricht hinterlassen, wo sie hingegangen war.<br xmlns=""/>
Die &#xC4;rztin packte sie am Arm. Gertrud wehrte sich und merkte, wie kr&#xE4;ftig die Frau war. Sie riss sich los, lief hinter den Behandlungsstuhl, Frau Sommerhalder hinterher. Sie blieb mit einem Schuh am Rad des Trolleys h&#xE4;ngen, der schepperte zu Boden und Gertrud fiel der L&#xE4;nge nach hin. Die &#xC4;rztin setzte sich mit ihrem ganzen Gewicht auf sie, bog ihr die Arme auf den R&#xFC;cken. Gertrud schrie auf, wollte sich wehren, doch es ging nicht. Sie sp&#xFC;rte die Nadel an ihrem Hals. Auf einmal wurde sie ganz leicht. Sie h&#xF6;rte noch von weitem, wie jemand die Klinke dr&#xFC;ckte. Am T&#xFC;rgriff hebelte. An die T&#xFC;re polterte. Jemand rief <i xmlns="">Aufmachen, Polizei!</i> Und zuletzt ein Splittern.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Als sie wieder zu sich kam, lag sie auf dem Behandlungsstuhl. Die Lampe z&#xFC;ndete ihr direkt ins Gesicht. Sie hielt die Hand vor die Augen und sah neben dem Licht Mancinis bek&#xFC;mmertes Gesicht.<br xmlns=""/>
&#xAB;Bin ich ...?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie hatte noch nicht zugestochen. Sie sind nur kurz ohnm&#xE4;chtig geworden. Doch zur Sicherheit wollen sie Sie untersuchen.&#xBB;<br xmlns=""/>
Zwei Sanit&#xE4;ter tauchten hinter Mancinis R&#xFC;cken auf und hoben sie auf eine Bahre.<br xmlns=""/>
Gertrud griff nach Mancinis Hand. &#xAB;Was machen Sie eigentlich hier?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich nahe dran bin mit diesen Bade&#xF6;len.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Danke Mancini.&#xBB; Sie dr&#xFC;ckte kurz seine Hand, liess sie dann los.<br xmlns=""/>
&#xAB;Jetzt m&#xFC;ssen wir aber&#xBB;, sagte einer der Sanit&#xE4;ter ungeduldig.<br xmlns=""/>
&#xAB;Nur schnell. Mancini, k&#xF6;nnen Sie mir einen Gefallen tun? Bitte gehen Sie ins Reiseb&#xFC;ro am Stauffacher und buchen Sie f&#xFC;r Freitag einen Flug nach Casablanca.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie wollen verreisen?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Nein, aber Mia.&#xBB;</div></content></entry><entry><title>Folge 59</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-59.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-59.html</id><published>2006-05-15T22:03:12Z</published><updated>2006-05-15T22:03:12Z</updated><summary>Die &#xC4;rztin lachte. &#xAB;Nein, hierhin.&#xBB;
Erst jetzt sah Gertrud zwei Sessel, die in einer Ecke standen. Sie setzten...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Die &#xC4;rztin lachte. &#xAB;Nein, hierhin.&#xBB;<br xmlns=""/>
Erst jetzt sah Gertrud zwei Sessel, die in einer Ecke standen. Sie setzten sich.<br xmlns=""/>
&#xAB;Was kann ich f&#xFC;r Sie tun? Ich nehme nicht an, dass Sie wegen einer Sch&#xF6;nheitsbehandlung hier sind.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie meinen, weil es bei mir zu sp&#xE4;t ist?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Es ist nie zu sp&#xE4;t, das ist eine unserer Devisen.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sagt Ihnen der Name Progladis etwas?&#xBB; fragte Gertrud.<br xmlns=""/>
&#xAB;Nein, noch nie geh&#xF6;rt.&#xBB; Frau Sommerhalder lehnte sich zur&#xFC;ck und schlug die Beine &#xFC;bereinander.<br xmlns=""/>
&#xAB;Ein Mittel zur Faltengl&#xE4;ttung.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Wir verwenden Botox. Das ist ...&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich weiss, was Botox ist&#xBB;, unterbrach sie Gertrud. &#xAB;F&#xFC;hren Sie auch Studien durch?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie meinen klinische Versuche? Nein, dazu haben wir schlicht keine Kapazit&#xE4;t. Das ist auch nicht unsere Aufgabe als Klinik.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Was ist denn Ihre Aufgabe?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Den Leuten zu helfen. Sie gl&#xFC;cklicher zu machen, zufriedener. Und auch sch&#xF6;ner.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Und wer bestimmt, was sch&#xF6;n ist?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Jeder und jede f&#xFC;r sich selber.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie meinen wohl eher die Sch&#xF6;nheitsideale, die uns die Werbung vorgaukelt.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Wir gehen von m&#xFC;ndigen Individuen aus, die selber entscheiden k&#xF6;nnen. Die Leute kommen freiwillig zu uns, weil sie eine Leistung wollen. Und die bekommen sie auch. Das Bed&#xFC;rfnis ist da. Das wird nicht von uns gemacht. Wir f&#xFC;hren lediglich aus.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Haben Sie sich auch schon gefragt, wieso diese Leute nicht mit ihrem &#xC4;ussern zu Recht kommen? Vielleicht haben sie ja ein psychisches Problem.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb. Ich kann die Leute nicht erst zum Psychiater schicken, um ihre Psyche abzukl&#xE4;ren.&#xBB; Sie machte eine Pause und sah Gertrud an. &#xAB;Und so wie ich Sie einsch&#xE4;tze, ist Ihnen Eigenverantwortung ebenfalls wichtig. Sie sehen mir nicht wie eine Polizistin aus, die alles bis ins letzte reglementieren will.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Nicht?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie setzen auf den gesunden Menschenverstand.&#xBB;<br xmlns=""/>
Gertrud wechselte das Thema. &#xAB;Haben Sie eine Patientin mit Namen Marita Klein?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Aber Frau Gut, Sie wissen doch so gut wie ich, dass ich Ihnen keine Namen herausgeben kann. Oder haben Sie einen Durchsuchungsbeschluss?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Und Andrea Aebischer?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich kann dazu nichts sagen. Tut mir Leid.&#xBB;<br xmlns=""/>
Die T&#xFC;r &#xF6;ffnete sich und eine Patientin streckte ihren Kopf herein. &#xAB;Ich muss Sie unbedingt sprechen. Da stimmt etwas ...&#xBB;<br xmlns=""/>
Die &#xC4;rztin stand auf und ging rasch auf die Frau zu. &#xAB;Aber nicht jetzt.&#xBB;<br xmlns=""/>
Doch die Patientin hatte sich bereits in den Raum geschoben. Sie trug einen weissen Mantel. Frau Sommerhalder versuchte, sie zur T&#xFC;r hinauszubugsieren.<br xmlns=""/>
&#xAB;Nicht so schnell! Darf ich?&#xBB; Gertrud stand bereits daneben. Sie packte die Frau am &#xC4;rmel und kehrte den Stoff auf die linke Seite. &#xAB;Handgen&#xE4;ht. Wie edel.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich komme gleich zu Ihnen.&#xBB; Die &#xC4;rztin stiess die Frau auf den Gang und schloss rasch die T&#xFC;re.<br xmlns=""/>
&#xAB;Bitte, setzen wir uns wieder.&#xBB;<br xmlns=""/>
Gertrud blieb stehen. &#xAB;Tragen alle Ihre Patienten solche Kimonos?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Nur die station&#xE4;ren. Das heisst, wenn jemand l&#xE4;nger da ist.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Andrea Aebischer, die vor zweieinhalb Wochen tot im Z&#xFC;richsee gefunden wurde, trug auch so einen Mantel.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ach ja?&#xBB; Frau Sommerhalder ging zur T&#xFC;r, drehte den Schl&#xFC;ssel und steckte ihn ein.</div></content></entry><entry><title>Folge 58</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-58.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-58.html</id><published>2006-05-14T22:03:20Z</published><updated>2006-05-14T22:03:20Z</updated><summary>Mancini war noch nicht zur&#xFC;ck. Wo der sich wohl wieder rumtrieb. Das Handy nahm er auch nicht ab. Gertrud wusste nicht...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Mancini war noch nicht zur&#xFC;ck. Wo der sich wohl wieder rumtrieb. Das Handy nahm er auch nicht ab. Gertrud wusste nicht genau wieso, aber sie h&#xE4;tte ihn gerne dabei gehabt. Doch der Besuch des <i xmlns="">Rosenh&#xFC;gel</i> konnte nicht l&#xE4;nger warten.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Die Klinik lag am Z&#xFC;richberg und sah genau so aus, wie man sich das vorstellte. Eine Jugendstil-Villa mit grossem Treppenaufgang in einem kleinen Park, umgeben von hoch gewachsenen B&#xE4;umen.<br xmlns=""/>
Innen war das Geb&#xE4;ude k&#xFC;hl und modern. Auf der Empfangstheke aus Glas und Chromstahl, die gleichzeitig als Leuchtk&#xF6;rper diente, stand eine Strauss weisser Lilien. Hinter der Rezeption hing ein grosses Gem&#xE4;lde mit Frauengesichtern in verschiedenen Blaut&#xF6;nen. Die Sekret&#xE4;rin begr&#xFC;sste Gertrud mit einem perfekten L&#xE4;cheln und fragte sie, was sie w&#xFC;nsche.<br xmlns=""/>
&#xAB;Gertrud Gut, Kriminalpolizei. Ich m&#xF6;chte die Klinikleitung sprechen.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie haben keinen Termin?&#xBB; Es war eher eine Feststellung als eine Frage und klang bedauernd. Frau Dr. Sommerhalder sei gerade besetzt, aber sie k&#xF6;nne gerne warten. Sie deutete auf ein weisses Sofa, das beim Fenster stand. Auf dem Eileen-Gray-Beistelltisch lagen verschiedene Brosch&#xFC;ren.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Gertrud hatte bereits alle Prospekte durchgesehen, als die Klinikleiterin sie abholte. Sie wusste nun alles &#xFC;ber Versch&#xF6;nerungsm&#xF6;glichkeiten wie Wangengr&#xFC;bchenmodellation, Oberarmhautstraffung und kosmetische Kinnkorrekturen. Auch &#xFC;ber Botox hatte sie einiges gelesen. Dass es vor&#xFC;bergehend den Nervenimpuls zu den Muskeln hemmt und damit die Muskelbewegung beruhige, was zu einer Gl&#xE4;ttung der Falten f&#xFC;hre. Und dass es sich um einen Eiweissstoff handle, der von einem Bakterium erzeugt wurde. Dass es die giftigste, derzeit bekannte Einzelsubstanz war, wurde hingegen nirgends erw&#xE4;hnt.<br xmlns=""/>
Frau Dr. Sommerhalder war nicht gerade ein Aush&#xE4;ngeschild f&#xFC;r ihre Sch&#xF6;nheitsklinik. Zumindest was ihre Figur betraf. Sie hatte zwar eine schmale Taille, war aber um die H&#xFC;ften ziemlich breit, und auch die Beine unter dem Arztkittel wirkten eher st&#xE4;mmig. Die grauen Haare hatte sie hochgesteckt. Sie begr&#xFC;sste Gertrud und f&#xFC;hrte sie durch einen Gang, an dessen W&#xE4;nden Gipsabdr&#xFC;cke von verschiedenen Nasen und M&#xFC;ndern hingen. Gertrud blieb stehen und betrachtete den Wandschmuck genauer.<br xmlns=""/>
&#xAB;Es ist die Individualit&#xE4;t, die z&#xE4;hlt&#xBB;, erkl&#xE4;rte Dr. Sommerhalder. &#xAB;Wir wollen den Leuten keine Einheitssch&#xF6;nheit verpassen. Keine Nasen von der Stange wie das in Amerika gemacht wird. Jeder Mensch soll so aussehen k&#xF6;nnen, wie er m&#xF6;chte.&#xBB;<br xmlns=""/>
Die &#xC4;rztin f&#xFC;hrte Gertrud in einen Raum, dessen Einrichtung an eine Zahnarztpraxis erinnerte. Ein weisser, h&#xF6;henregulierbarer Stuhl mit Nackenst&#xFC;tze, daneben ein Trolley mit Instrumenten, dar&#xFC;ber hing eine Lampe an einem B&#xFC;gel.<br xmlns=""/>
&#xAB;Bitte nehmen Sie doch Platz, Frau Gut.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Auf diesem Stuhl?&#xBB;</div></content></entry><entry><title>Folge 57</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-57.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-57.html</id><published>2006-05-11T22:03:37Z</published><updated>2006-05-11T22:03:37Z</updated><summary>Als Gertrud am Morgen ins B&#xFC;ro kam, war Mancini bereits weg. Auf ihrem Tisch lag eine Akte. Darauf klebte ein Post-it mit...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Als Gertrud am Morgen ins B&#xFC;ro kam, war Mancini bereits weg. Auf ihrem Tisch lag eine Akte. Darauf klebte ein Post-it mit Mancinis Handschrift. Ich habe Frau van der Meer verhaften lassen.<br xmlns=""/>
Gertrud schnappte kurz nach Luft. Dann bl&#xE4;tterte sie das Papier durch. Es war von der Abteilung forensische Genetik des Instituts f&#xFC;r Rechtsmedizin und beinhaltete die Ergebnisse der Wangenschleimhautabstriche von Marion Tobler und Lisa van der Meer. Das Profil des Haares, das auf dem blauen Kapuzenpullover gefunden wurde, war identisch mit demjenigen der Speichelprobe von Lisa van der Meer. Das Blut auf dem Sweatshirt stammte von ihrem Mann.<br xmlns=""/>
Es klopfte an der T&#xFC;re.<br xmlns=""/>
&#xAB;Herein&#xBB;, sagte Gertrud immer noch in die Akte vertieft.<br xmlns=""/>
Seit wann klopfte Mancini an?<br xmlns=""/>
Als sich nichts tat, ging sie zur T&#xFC;r und &#xF6;ffnete sie ohne den Blick von ihrer Akte zu heben.<br xmlns=""/>
&#xAB;Muss das sein? Nun kommen Sie schon ...?&#xBB;<br xmlns=""/>
Ein R&#xE4;uspern liess sie aufschauen. Ein uniformierter Kollege stand unter der T&#xFC;r.<br xmlns=""/>
&#xAB;Wir haben Frau van der Meer ins Verh&#xF6;rzimmer 4 gebracht.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Danke&#xBB;, sagte Gertrud und versuchte zu l&#xE4;cheln.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Kaum hatte Gertrud sich gesetzt, begann Frau van der Meer zu erz&#xE4;hlen. So, als h&#xE4;tte sie nur darauf gewartet.<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich war vom Joggen gekommen. Da hat mich diese Frau aufgesucht.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Marion Tobler.&#xBB;<br xmlns=""/>
Lisa van der Meer nickte fl&#xFC;chtig. &#xAB;Sie hat gesagt, dass die Mitarbeiterin meines Mannes, die tot im See gefunden worden war, also Andrea Aebischer, mit ihm ein Verh&#xE4;ltnis hatte und von ihm ein Kind erwartete. Zuerst glaubte ich ihr nicht. Aber wieso sollte sie sowas erfinden? Sie machte einen ziemlich vern&#xFC;nftigen Eindruck. Ich bin dann sofort ins Sozialzentrum gegangen, habe mich nicht mal mehr umgezogen. Wissen Sie wie das ist, wenn von einer Sekunde auf die andere 15 Jahre nicht mehr die 15 Jahre waren, die sie zu sein schienen?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie haben also nichts vom Verh&#xE4;ltnis ihres Mannes gewusst?&#xBB;<br xmlns=""/>
Sie sch&#xFC;ttelte den Kopf. &#xAB;Ich wollte immer Kinder. Er nicht. Ich war so w&#xFC;tend und traurig. Und er hat es nicht mal zugegeben. Das Verh&#xE4;ltnis schon, aber nicht die Schwangerschaft. Da habe ich die Nerven verloren. Ein zweites Mal lass ich mich nicht f&#xFC;r dumm verkaufen. Ich habe diese Statue genommen. Und zugeschlagen.&#xBB; Sie hatte die Faust geballt und sich auf dem Stuhl aufgerichtet.<br xmlns=""/>
&#xAB;Was sagt Ihnen der Name Marita Klein?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Noch nie geh&#xF6;rt.&#xBB; Lisa van der Meer entspannte sich und lehnte wieder zur&#xFC;ck.<br xmlns=""/>
&#xAB;Eine Klientin, die beinahe nicht mehr sprechen konnte.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ah, die. Mein Mann hat mir davon erz&#xE4;hlt, weil ich mir auch schon habe Botox spritzen lassen.&#xBB; Sie fuhr sich &#xFC;ber die Stirn. &#xAB;Das war ein Tag bevor Frau Aebischer gefunden wurde. Mein Mann wollte sich nicht einmischen. Fand, dass sich seine Mitarbeiterin in etwas reinsteigere. Dass jeder selber wissen m&#xFC;sse, was er mit seiner Gesundheit mache. Er sehe seine Klienten als m&#xFC;ndige Menschen.&#xBB;<br xmlns=""/>
Gertrud stand auf und klopfte von innen an die T&#xFC;r. Kurz darauf kamen zwei Uniformierte und f&#xFC;hrten Lisa van der Meer ab. Im Gang drehte sie sich nochmals zu Gertrud um.<br xmlns=""/>
&#xAB;Bitte sagen Sie dieser Frau Tobler, dass es mir Leid tut. Ich wollte sie nicht anschw&#xE4;rzen.&#xBB;</div></content></entry><entry><title>Folge 56</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-56.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/12-schoene-wahrheit/folge-56.html</id><published>2006-05-10T22:03:50Z</published><updated>2006-05-10T22:03:50Z</updated><summary>
Als erstes z&#xFC;ndete sich Gertrud eine Zigarette an. Gierig zog sie den Rauch bis in die unterste Lungenspitze. Sie...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><img xmlns="" src="http://nervengift.kaywa.ch/files/images/2006/5/mob43_1147359581.jpg" align="left" style="margin: 15px 5px 0px 0px" alt="Bl&#xFC;ten" title="Bl&#xFC;ten"/><br xmlns=""/>
Als erstes z&#xFC;ndete sich Gertrud eine Zigarette an. Gierig zog sie den Rauch bis in die unterste Lungenspitze. Sie betrachtete den Vorabendverkehr. Die vorbeifahrenden Autos machten sie ganz schwindlig. Sie beschloss, ein St&#xFC;ck zu Fuss zu gehen. Sie musste nachdenken.<br xmlns=""/>
Gertrud lief die Rosengartenstrasse hinauf und bog in die Nordstrasse ab. Dabei dachte sie an das Buch &#xFC;ber Sch&#xF6;nheitsoperationen, das sie in Andrea Aebischers Badezimmer gefunden hatte. Frau Kleins Schicksal musste die Sozialarbeiterin sehr besch&#xE4;ftigt haben.<br xmlns=""/>
Ihr Handy klingelte. Es war Mia. Ob sie heute Abend zu Hause sei. Sonderbare Frage, fand Gertrud.<br xmlns=""/>
&#xAB;Wieso denn?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Einfach so.&#xBB;<br xmlns=""/>
Gertrud konnte sich vorstellen, warum. Die Klinik musste warten. Bis morgen. Sie wollte jetzt zu ihrer Tochter.<br xmlns=""/>
Sie hatte die Nordbr&#xFC;cke erreicht. Die japanischen Kirschb&#xE4;ume, welche die Rotbuchstrasse auf beiden Seiten s&#xE4;umten, schienen vor lauter Blust beinahe zu platzen.<br xmlns=""/>
Doch wenn der Fall <i xmlns="">Klein</i> Andrea so stark besch&#xE4;ftigte, dachte Gertrud, dann hatte sie sicher auch mit van der Meer dar&#xFC;ber geredet. War es das, was sie mit ihm an diesem Treffen kurz vor ihrem Tod besprechen wollte und gar nicht die Schwangerschaft? Hatte er sie einmal mehr im Stich gelassen? War sie deshalb am n&#xE4;chsten Tag so stinksauer auf ihren Chef, als er in die Besprechung mit Barbara Brand hineinplatzte?<br xmlns=""/>
Und was hiess das f&#xFC;r den Mord an van der Meer? Hingen die beiden F&#xE4;lle &#xFC;berhaupt zusammen? Wieso hatte er Marita Klein nicht erw&#xE4;hnt? War er zu feige dazu? War er &#xFC;berzeugt, dass Andrea sich umgebracht hatte und f&#xFC;hlte er sich schuldig? Hatte er deshalb die Daten gel&#xF6;scht? Damit ihn niemand mit Andreas vermeintlichem Selbstmord in Verbindung bringen konnte?<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Mia sass vor dem laufenden Fernseher. Gertrud merkte schon von weitem, dass etwas nicht stimmte.<br xmlns=""/>
&#xAB;Er wird heute Abend um f&#xFC;nf vor neun ausgeschafft. Casablanca einfach.&#xBB; Sie sagte es erstaunlich gefasst.<img width="80" height="60" border="0" src="http://nervengift.kaywa.ch/files/images/2006/5/80/mob42_1147356141.jpg"/></div></content></entry><entry><title>Nervengift, Kapitel 11 - Leere Worte</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/podcast/nervengift-kapitel-11-leere-worte.html"/><link rel="enclosure" href="http://nervengift.kaywa.ch/files/Nervengift_11.mp3" length="3210316" type="audio/mpeg"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/podcast/nervengift-kapitel-11-leere-worte.html</id><published>2006-05-10T00:03:40Z</published><updated>2006-05-10T00:03:40Z</updated><summary>Nervengift als H&#xF6;rbuch-Podcast. Gelesen von Oliver Mannel.

Podcast, Kapitel 11
Klicken Sie auf den Link, um die Folge...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">Nervengift als H&#xF6;rbuch-Podcast. Gelesen von Oliver Mannel.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
<a xmlns="" rel="enclosure" href="http://nervengift.kaywa.ch/files/Nervengift_11.mp3"><b>Podcast, Kapitel 11</b></a><br xmlns=""/>
Klicken Sie auf den Link, um die Folge abzuspielen oder auf das Symbol, um den Podcast in iTunes zu &#xF6;ffnen und zu abonnieren.</div></content></entry><entry><title>Folge 55</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/leere-worte/folge-55.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/leere-worte/folge-55.html</id><published>2006-05-09T22:03:05Z</published><updated>2006-05-09T22:03:05Z</updated><summary>&#xAB;Es gibt keine Gespr&#xE4;chsnotizen, weil sie Frau Aebischer gel&#xF6;scht hat&#xBB;, fuhr Marita Klein fort....</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&#xAB;Es gibt keine Gespr&#xE4;chsnotizen, weil sie Frau Aebischer gel&#xF6;scht hat&#xBB;, fuhr Marita Klein fort.<br xmlns=""/>
&#xAB;Wieso hat sie das gemacht?&#xBB; wollte Gertrud wissen.<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich habe sie darum gebeten.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Und wieso?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie haben mir gedroht.&#xBB; Marita Klein sprach stockend. Sie setzte die Worte vorsichtig, als ginge sie &#xFC;ber eine Eisfl&#xE4;che und w&#xFC;sste nicht, ob sie tr&#xE4;gt.<br xmlns=""/>
&#xAB;Wer hat Ihnen gedroht?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Die von der Klinik.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Welche Klinik?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Eine Privatklinik. <i xmlns="">Rosenh&#xFC;gel</i>. Ich habe etwas unterschrieben. Eine Vereinbarung mit Schweigepflicht. Und wenn ich die nicht einhalte, muss ich 10'000 Franken Busse bezahlen.&#xBB;<br xmlns=""/>
Gertrud konnte der Frau nicht folgen. &#xAB;Was genau haben Sie Frau Aebischer erz&#xE4;hlt, was sie nicht schreiben durfte oder vielmehr wieder l&#xF6;schen musste?&#xBB;<br xmlns=""/>
Frau Klein atmete tief durch. Wie jemand, der eine l&#xE4;ngere Strecke tauchen wollte.<br xmlns=""/>
&#xAB;Es war vor ein paar Monaten. Ich habe im Tagblatt ein Inserat gesehen. Da wurden Probandinnen gesucht. F&#xFC;r einen Test. Ein Anti-Aging-Mittel. <i xmlns="">Progladis</i>. Es soll die gleiche Wirkung haben wie <a xmlns="" href="http://nervengift.kaywa.ch/files/Vistabel.pdf"><b>Botox</b></a> (PDF, 48 KB). Aber von Dauer sein.&#xBB;<br xmlns=""/>
Gertrud erinnerte sich an das Plakat im Tram. Wie hiess das noch? Sch&#xF6;ner werden und dabei Geld verdienen? Oder hiess es j&#xFC;nger werden?<br xmlns=""/>
&#xAB;Und das haben Sie Frau Aebischer erz&#xE4;hlt?&#xBB;<br xmlns=""/>
Marita Klein ging nicht auf Gertruds Frage ein. &#xAB;Zuerst lief alles gut. Nur ein <a xmlns="" href="http://www.falte.ch/de/treatment_with_botulinum.php" target="_blank"><b>Augenlid</b></a> hing leicht herunter.&#xBB; Sie schien erleichtert, sprach wieder schneller. &#xAB;Doch mit der Zeit hatte ich L&#xE4;hmungserscheinungen, konnte die Oberlippe nicht mehr bewegen. Und am Schluss fast nicht mehr sprechen.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Und warum haben Sie die Behandlung nicht abgebrochen?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich hab mich beschwert, aber die meinten, das brauche seine Zeit. Und ich m&#xFC;sse die Versuchsreihe zu Ende machen, sonst bek&#xE4;me ich kein Geld.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Wie viel war das?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;3000 Franken f&#xFC;r die erste station&#xE4;re Behandlung und dann je 900 Franken f&#xFC;r die ambulanten Nachbehandlungen. Man musste sich f&#xFC;r mindestens zwei Jahre verpflichten. Ich habe das Geld dringend gebraucht.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie m&#xFC;ssen sich nicht entschuldigen.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Dann wollte Frau Aebischer wissen, was eigentlich los ist. Richtig w&#xFC;tend geworden ist sie, als ich es ihr erz&#xE4;hlte. Wollte sofort in die Klinik mitkommen. Sagte, ich m&#xFC;sse zur Polizei gehen. Aber das konnte ich nicht.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Wissen Sie, ob Frau Aebischer etwas unternommen hat?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Nein. Ich hab sie gebeten, die Notizen, die sie &#xFC;ber unsere Gespr&#xE4;che gemacht hat, zu l&#xF6;schen. Das war alles.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Haben Sie Frau Aebischer gegen&#xFC;ber den Namen der Klinik genannt?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Kann sein. Ich weiss es nicht mehr.&#xBB;</div></content></entry><entry><title>Folge 54</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://nervengift.kaywa.ch/leere-worte/folge-54.html"/><id>http://nervengift.kaywa.ch/leere-worte/folge-54.html</id><published>2006-05-08T22:03:43Z</published><updated>2006-05-08T22:03:43Z</updated><summary>
&#xAB;Aber ich kann doch nicht so ...?&#xBB; Frau van der Meer deutete auf ihre Kleidung.
&#xAB;Ich werde Ihnen einen...</summary><author><name>Sabina Altermatt</name></author><contributor><name>Sabina Altermatt</name></contributor><content type="xhtml" xml:lang="de"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><img xmlns="" src="http://nervengift.kaywa.ch/files/images/2006/5/mob41_1147176434.jpg" align="left" style="margin: 15px 5px 0px 0px" alt="Rosengartenstrasse" title="Rosengartenstrasse"/><br xmlns=""/>
&#xAB;Aber ich kann doch nicht so ...?&#xBB; Frau van der Meer deutete auf ihre Kleidung.<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich werde Ihnen einen Kollegen vorbeischicken.&#xBB;<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Gertrud fuhr wieder zur&#xFC;ck. Im Tram rief sie Mancini an. Sie fragte ihn, ob er nicht mitkommen wolle zu Frau Klein. Doch ihr Assistent schien sehr besch&#xE4;ftigt. Er habe die Kunden des Seifenfabrikanten eingrenzen k&#xF6;nnen. Wieso genau, verstand Gertrud nicht. Es war auch egal. Sie glaubte nicht wirklich, dass man &#xFC;ber das auf dem Kimono gefundene Bade&#xF6;l etwas herausfinden konnte. Aber f&#xFC;r Mancini war diese Recherche keine schlechte &#xDC;bung.<br xmlns=""/>
Gertrud war ungeduldig. Sie hatte das Gef&#xFC;hl, nicht vorw&#xE4;rts zu kommen. Und das lag nicht nur daran, dass der Bus am Albisriederplatz wegen Bauarbeiten feststeckte und sie im Begriff war, eine Strecke, die sie soeben gefahren war, wieder zur&#xFC;ckzufahren. Der Morgen war bis jetzt ein absoluter Leerlauf gewesen.<br xmlns=""/>
Endlich fuhr der Bus los. Sie stieg an der Rosengartenstrasse aus. Bereits zum zweiten Mal an diesem Tag.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>
Die Parterre-Wohnung war einfach eingerichtet. Ein Tisch mit vier St&#xFC;hlen. Ein braunes Buffet. Ein <a xmlns="" onmouseover="return escape('Schweizer Ausdruck f&#xFC;r Sofa')"><b>Canap&#xE9;</b></a>. Die Jalousien waren herunter gelassen. Gertrud betrachtete die Frau im grellen Schein der Lampe. Ihr Gesicht hatte etwas Maskenhaftes. Es war glatt, beinahe faltenfrei, doch die Frau wirkte trotzdem alt. Sie sass auf der vordersten Kante des Stuhls.<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich habe mehrmals versucht, Sie anzurufen. Waren Sie weg?&#xBB; fragte Gertrud mit einem vorwurfsvollen Unterton, obwohl sie genau das nicht wollte. Die Frau machte einen versch&#xFC;chterten Eindruck und sie wollte nicht schon zu Beginn alles vermasseln wie bei Marion Tobler.<br xmlns=""/>
&#xAB;Nein, ich war hier.&#xBB; Gertrud verstand sie kaum. Der <a xmlns="" href="http://nervengift.kaywa.ch/files/Rosengartenstrasse2006.pdf"><b>L&#xE4;rm</b> (PDF, 1.8 MB)</a> der Strasse drang trotz der geschlossenen Fensterl&#xE4;den ins Zimmer. Ausserdem sprach die Frau undeutlich. Wie jemand, der beim Zahnarzt gewesen und dessen Backe noch bet&#xE4;ubt war.<br xmlns=""/>
&#xAB;Leute, die Sozialhilfe beziehen, halten sich normalerweise nicht irgendwo im Ausland auf.&#xBB; Sie verschr&#xE4;nkte die Arme, sah Gertrud trotzig an, blickte dann aber zu Boden. &#xAB;Ich konnte nicht telefonieren. Das heisst, nicht sprechen.&#xBB; Sie deutete auf ihre Backe.<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie waren Klientin von Frau Aebischer?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ja.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Sie wissen, dass sie tot ist?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich habe in der Zeitung dar&#xFC;ber gelesen.&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Und wieso ist Ihr Dossier leer?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Leer?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Frau Aebischer hat sich keine Gespr&#xE4;chsnotizen gemacht.&#xBB;<br xmlns=""/>
Marita Klein schwieg.<br xmlns=""/>
&#xAB;Bitte, Frau Klein.&#xBB; Die Frau r&#xFC;hrte sich nicht. &#xAB;Haben Sie Angst?&#xBB;<br xmlns=""/>
Marita Klein schaute langsam zu ihr hoch. &#xAB;Wer hat das nicht?&#xBB;<br xmlns=""/>
&#xAB;Ich m&#xF6;chte Ihnen helfen.&#xBB;<br xmlns=""/>
Frau Klein versuchte zu l&#xE4;cheln, doch ihr Gesicht verzog sich nur ein wenig. &#xAB;Also gut.&#xBB; Draussen donnerte ein Lastwagen vor&#xFC;ber.</div></content></entry></feed>
